Der Job dieses Films
LogBuch ist das Forst-Startup von STIHL (Firma SDP Digitale Produkte). Die Software digitalisiert die Waldarbeit: Bäume lassen sich per Sprache und GPS auszeichnen, Holzmengen per Kamera vermessen – aus dem Wald direkt ins digitale Portal. Praktisch, aber eben nicht greifbar.
Unsere Aufgabe war, genau das begreifbar zu machen – und zwar für zwei sehr unterschiedliche Zielgruppen zugleich: Förster und Forstbetriebe auf der einen, Städte und Kommunen mit ihren Baumkatastern auf der anderen Seite. Der Film sollte auf der Messe funktionieren, auf der Website und im Vertrieb. Also sind wir nicht ins Studio, sondern in den echten Forst gegangen.
Warum ausgerechnet wir – und ausgerechnet hier
Bevor Florian Filme gemacht hat, hat er den Wald gelernt: Förster-Matura an der Forstschule Bad Vöslau (der Vorgängerin der heutigen HBLA für Forstwirtschaft in Bruck an der Mur). Mittendrin ein Seilbringungskurs – ausgerechnet hier im Salzkammergut, an genau der Ausbildungsstätte, an der wir zwanzig Jahre später gedreht haben. So einen Ort vergisst man nicht: steile Hänge, Stahlseile, Motorsägen, früh am Morgen raus in den Bestand. Und man vergisst die Menschen nicht, die man dort kennenlernt – es waren am Ende genau die, die uns die Tür wieder geöffnet haben.
Deshalb war klar, wo dieser Film entsteht: im echten Forst, am Lehrforst der FAST Traunkirchen, mit Genehmigung der Österreichischen Bundesforste. Untergebracht waren wir im Guesthouse Loidl direkt am Traunsee – erst 2020 für LogBuch, dann 2022 gleich noch einmal für den Nachfolger treeva – diesmal auf RED. Vor der Kamera standen keine gebuchten Models, sondern die Menschen selbst: der Forstwirt Fritz und die Produktmanager, die die Software gebaut haben. Das sieht man jeder Einstellung an – und genau das war der Punkt.